Suche
Heilig-Geist-Gymnasium, Broichweiden / Würselen

Kompetenzen fördern - Leistung fordern - Persönlichkeit formen - Glauben leben. Das sind die Säulen des Heilig-Geist-Gymnasium in Broichweiden / Würselen.

Auf der Grundlage des christlich-spiritanischen Welt- und Menschenbildes erhalten die Schülerinnen und Schüler ganzheitliche und exzellente Bildung und Erziehung.

weitere Infos...

Impuls zur "Hochzeit zu Kana", Joh 2, 1-11

Evangelium am zweiten Sonntag (16.1.) im Jahreskreis 2022

„So tat Jesus sein erstes Zeichen und offenbarte seine Herrlichkeit." Mit diesem Schlüsselsatz beginnt das Evangelium. Es ist die Herrlichkeit, die uns an Weihnachten erschienen ist und auf die wir auch am vergangenen Sonntag bei der Taufe Jesu hingewiesen wurden: Christus, das Heil ist uns geboren, uns erschienen. Das erste Zeichen Jesu bei der Hochzeit zu Kana ist also ein heilsames Zeichen. Ein heilbringendes Zeichen für Leib und Seele.

Taufe Jesu im Jordan

Foto: falco - pixabay.com

Die Hochzeit zu Kana beschreibt das Geheimnis der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus. In Jesus wird der Mensch wieder so hergestellt, wie er in der Schöpfung ursprünglich gedacht war. In Jesus feiert Gott Hochzeit zwischen sich und den Menschen. So, wie Mann und Frau sich miteinander verbinden, so wird in der Menschwerdung und Auferstehung Jesu der Mensch mit Gott eins.

„Sie haben keinen Wein mehr!" Diese Worte aus dem Munde der Mutter Jesu sind symbolisch. Den Menschen ist der Wein ausgegangen. Sie wollen Hochzeit feiern, aber es gelingt ihnen nicht. Sieh haben keine Liebe mehr! Sie sind unfähig zur Liebe! Darin besteht die Not der Menschen. Das Leben der Menschen ist ohne die Liebe unvollkommen.

Symbolisch stehen auch die 6 steinernen Krüge, die mit Wasser gefüllt werden und keine sieben. Sechs – die Zahl der Unvollkommenheit, sieben – die Zahl der Vollkommenheit. Der siebte Krug ist Jesus Christus selbst! In ihm und durch ihn wird alles Vollkommen.

Es ist die Mutter Jesu, die das Wandlungswunder in Gang setzt. Sie hat das Wunder der Menschwerdung durch die Geburt ihres Sohnes ermöglicht. Sie ist die Pforte, durch die Jesus zu den Menschen schreitet. Sie führt ihn bei den Menschen ein. Unser Leben bekommt durch die Menschwerdung Jesu einen neuen Geschmack. Mit Wasser kann man kein Fest feiern. Das Fest, das verzaubert, braucht den Wein, braucht die menschgewordene Liebe Gottes in Jesus Christus.

Maria spürt als erste den Mangel. Sie weist Jesus auf den ausgegangenen Wein hin. Und dieser spricht seine Mutter sehr distanziert, ja nahezu vorwurfsvoll an: „Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen!" Seine Stunde ist die Verherrlichung am Kreuz und die Auferstehung. Wenn seine Stunde gekommen ist, dann erst gibt es den Wein in Fülle. Jesus selbst ist der Wein, der das Herz des Menschen erfreut. In der Stunde des Todes wird er sein Herz öffnen für uns. Dann können wir den Wein trinken, der aus seinem Herzen strömt: Den wahren Wein der Liebe Gottes!

Nicht nur das erste Zeichen Jesu bei der Hochzerit zu Kana, nein, die ganze Hochzeit ist ein Zeichen für die Herrlichkeit Gottes, die in Jesus Christus aufleuchtet. In diesem Zeichen strahlt schon jetzt auf, was dann in der Verherrlichung Jesu am Kreuz und in der Auferstehung für alle sichtbar wird und was wir in der Osternacht mit den Worten besingen: "O unfassbare Liebe des Vaters, die Himmel und Erde versöhnt, die Gott und Mensch verbindet."

 

P. Michael Wegner CSSp.


14.01.2022

zurück...

facebook

powered by webEdition CMS