Spiritanisches Gebet zum Welttag der Migranten und Flüchtlinge am 13.01.2008

Einleitung:
Unser Herr Jesus Christus, der einmal selbst ein Flüchtling war, ermahnt uns: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deiner Kraft und all deinen Gedanken, und: deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst" (Lk 10, 27). "Wer aber ist mein Nächster?"
Als Christen sind wir aufgerufen, einander die Nächstenliebe zu zeigen, auch den Fremden.
Die Geschichte vom barmherzigen Samariter ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir Fremde und Flüchtlinge behandeln sollen (Lk 10, 25 - 37).

Im Hebräerbrief (11, 13) sind die Christen beschrieben als "Fremde und Gäste auf Erden".
Das Volk Gottes war immer fremd auf Erden:

1. Abraham lebte als Fremder im gelobten Land.
2. Jakob und seine Söhne flohen aus Ägypten um der Hungersnot zu entkommen.
3. Moses führte das Volk Israel durch das Rote Meer, um es aus der Unterdrückung zu befreien.
4. Das Volk Juda floh ins Exil nach Babylon.
5. Die Heilige Familie floh ins Exil nach Ägypten...

Christen sind immer Fremde in einem tieferen Sinn. Aber wir sind nicht gerufen, aus dieser Welt zu flüchten. So lasst uns Gott danken:

1. Gott, du hast uns aus dieser Welt zu dir gerufen, um dir in dieser Welt zu dienen. Wir danken dir.
2. Du hast uns gerufen, Jesus Christus als den Herrn zu verkünden. Wir danken dir.
3. Du behütest uns, wenn die Welt uns missachtet, wie sie Jesus missachtet hat. Wir danken dir.

Schriftlesungen:
Jeremia 20, 10 - 13
Psalm 68
Lukas 24, 13 - 35
Matthäus 2, 13 - 15. 19 - 23.

Fürbitten:

Wir widmen dieses Gebet und unsere Solidarität den Flüchtlingen, Asylanten und an den Rand gedrängten Menschen überall auf der Welt. Wir schließen all ihre Hoffnungen, ihre Sorgen und Bedürfnisse in unser Herz ein und bringen all ihre Anliegen vor unseren liebenden Herrn. Wir denken auch an alle, die in der Flüchtlingshilfe tätig sind.

1. Herr Jesus Christus, wende dich den Flüchtlingen und Vertriebenen zu, dass sie in ihre Heimat zurückkehren können oder eine neue Heimat finden. Herr, erbarme dich unser, erbarme dich unserer Zeit.
2. Hindere die Mächtigen, ihre Völker auszubeuten und zu unterdrücken. 3. Gib, dass die Heimatlosen unter uns Verständnis und Hilfe erfahren.
4. Behüte alle, die sich um Vertriebene und Ausgegrenzte kümmern und bestärke sie in ihrem Dienst.
5. Erleuchte alle, die in Staat und Gesellschaft Verantwortung tragen, dass sie sich um Wege der Gerechtigkeit und des Friedens bemühen.
6. Führe uns auf unserem Pilgerweg in die ewigen Wohnungen im Land des Lebens.

Vater unser
Gott und Vater, dir ist kein Mensch fremd, keiner ist dir so fern, dass deine Hilfe ihn nicht erreichen könnte. Schau gnädig auf die Flüchtlinge, die Heimatvertriebenen, die Ausgestoßenen und die ausgegrenzten Familien. Schenke ihnen Heimat und Geborgenheit und uns ein Herz für alle Notleidenden. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Bruder und Herrn, der mit dir und dem Geist lebt und Leben schenkt, heute und in Ewigkeit. Amen.Auf ihrem Provinzkapitel 2006 hatten die Spiritaner sich zur Gründung der Spiritaner-Stiftung, einem in ihrer Geschichte bisher einmaligen Schritt, entschlossen. Mit der Gründung der Spiritaner-Stiftung und der ebenfalls bereits beschlossenen Übertragung der Werke - MaZ (Stuttgart), Notel (Köln) und Heilig-Geist-Gymnasium (Würselen) - und der Kulturgüter an diese Stiftung stellen die Spiritaner deren Fortbestand sicher - trotz Überalterung und Nachwuchsmangel bei den deutschen Spiritanern! Ja, sogar unabhängig von einer Präsenz der Spiritaner in Deutschland. Durch die Zusammensetzung des Vorstandes und des Kuratoriums der Spiritaner-Stiftung wird gleichzeitig gewährleistet, dass Spiritaner in der Stiftung auch zukünftig immer präsent sein werden.




 
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