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Heilig-Geist-Gymnasium, Broichweiden / Würselen

Kompetenzen fördern - Leistung fordern - Persönlichkeit formen - Glauben leben. Das sind die Säulen des Heilig-Geist-Gymnasium in Broichweiden / Würselen.

Auf der Grundlage des christlich-spiritanischen Welt- und Menschenbildes erhalten die Schülerinnen und Schüler ganzheitliche und exzellente Bildung und Erziehung.

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Bruder PIUS (Hubert) WEBER ist am 29. September 2017 verstorben.

Die Exequien waren am Freitag, 6. Oktober, um 14.00 Uhr in der Basilika Knechtsteden. Die Beerdigung fand anschließend auf dem Friedhof des Missionshauses Knechtsteden statt.

Wir gedenken in Liebe und Dankbarkeit unseres Mitbruders

Unser Mitbruder wurde am 5. Mai 1929 geboren, als viertes Kind der Eheleute Heinrich Weber und Anna, geborene Lüke.

Die ersten 23 Jahre seines Lebens verbrachte er in Fröndenberg, am Rande zum Sauerland. Mit 14 Jahren erlebte er die „Möhnekatastrophe", über die er oft berichtete. Britische Bomben trafen in der Nacht des 17. Mai 1943 die Staumauer des Möhnesees. Gewaltige Wassermassen, bis zu fünf Meter hoch, wälzten sich zerstörend durch das untere Möhnetal und verwüsteten die Ortschaften, in denen hunderte Menschen, im Schlaf überrascht, den Tod fanden. Das „Weberhaus" war verschont geblieben, da es fast unmittelbar auf der Höhe eines kleinen Berges lag.

Die Volksschule besuchte Hubert von 1935 – 1943; danach die Handelsschule und die kaufmännische Berufsschule bis 1950. Er erlernte den Beruf des Kaufmannes.

Doch schon 1951 trat er in Knechtsteden in das Brüdernoviziat ein und legte als Bruder Pius am 20. Mai 1952 seine erste Profess in dem Missionsorden der Spiritaner ab. Seine Ausbildung als Kaufmann brachte es mit sich, dass ihm das Amt des Ökonomen, eines Wirtschaftsverwalters, übertragen wurde: von 1952 – 1982 in Knechtsteden und von 1982 – 1988 in unserem Haus Broich bei Aachen.

Von 1988 – 1992 wirkte er als Koch für unsere Spiritanergemeinschaft im St. Guido-Stift in Speyer. 1992 wurde Br. Pius nach Brasilien geschickt. Doch schon ein Jahr später kehrte er wieder nach Deutschland zurück. Ein Schlaganfall hatte ihn getroffen. Die unheilbare Folge: Br. Pius blieb auf einem Auge blind und hatte auf dem anderen Auge nur noch eine Sehstärke von 40 %. „Auch damit lässt es sich leben", war sein Kommentar. Von 1994 – 2005 lebte und arbeitete Br. Pius in der Spiritanerkommunität in Rostock; zunächst als Koch und dann im Ruhestand. Wegen einer Hautkrankheit musste er 2005 nach Knechtsteden zurückkehren.

Br. Pius hat Denkmäler gesetzt. Durch seine intensive Telefon- und Briefpastoral betreute er viele Personen in allen Lebenslagen. In der St. Josefs-Gemeinde in Rostock besteht der Kirchenchor, den er gegründet hat, und dort wird bis heute am Mittwoch in der Karwoche das Paschamahl gefeiert, das er eingeführt hatte. Unvergessen sind die Impulse bei seinen zahlreichen Ikebanakursen, die er als Ikebanameister mit Lehrerlaubnis im Rheinland, in der Pfalz und später in Mecklenburg anbot. Br. Pius ging es dabei nicht nur um Floristik. Jeden einzelnen Kurs begann er mit einer Meditation, in der er, ausgehend von der buddhistischen Blumensteckkunst in japanischen Tempeln, zum Lob Gottes führte. Seine Ikebanakurse überstiegen die Grenzen von Kulturen und Religionen. Als er sich schon zu seinem Ruhestand nach Knechtsteden zurückgezogen hatte, wurde er gerade deswegen immer wieder in das Edith-Stein-Haus im mecklenburgischen Parchim zu Ikebanakursen eingeladen, wo Br. Pius mehr Nichtchristen begegnete als Christen. Bald musste er auch diese Einsätze aufgegeben, weil ihm die lange Zugfahrt zu schwer wurde.

In Knechtsteden verlebte er ruhige Jahre.

Br. Pius verstarb am 29. September 2017 unerwartet, doch ganz sicher gut vorbereitet.


09.10.2017

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Bruder Pius Weber

Bruder Pius Weber