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Notel in Köln

Unsere Mission gilt Menschen am Rand der Gesellschaft - in Deutschland und weltweit.

Das NOTEL - die Notschlafstelle für Drogengebraucher in Köln ist ein Beispiel für dieses Engagement.

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Serie: Warum ich Spiritaner werden möchte? (November)

03.11.2015

Beeindruckt von dem aufopfernden Vorbild der Jesuiten und angerührt durch die Situation der Armen und Unterpivilegierten spürte Quan die Berufung zum Ordenschrist.

Wenn die Begegnung mit Armen die innere Freude schenkt.

Als ich jung war, haben mich die Jesuiten stark beeindruckt. Ich hatte Filme über die Jesuiten gesehen. Sie waren bereit, in den Dörfern der Einheimischen zu leben, um die Menschen gegen Übergriffe der Soldaten zu beschützen. Einige von ihnen sind dabei ums Leben gekommen. Sie waren mir Vorbilder für ein Leben als Missionar, denn sie gaben ihr Leben als Zeugnis für das Evangelium, für Werte wie Wahrheit und Gerechtigkeit.

Als ich heranwuchs, fühlte ich mich berufen zu einem Leben als Ordenschrist. Ich wollte die Frohe Botschaft besonders zu jenen Menschen bringen, die noch nichts über Jesus gehört haben.

Darüber hinaus hatte ich Mitleid mit den Armen und Unterprivilegierten, deren schreckliche Situation ich kannte. Aber wenn ich sie besuchte, um mit ihnen über das Leben und ihre Situation zu reflektieren, waren sie es, die mir Freude schenkten. Darum suchte ich nach einem Ort oder nach einer Gemeinschaft, wo ich solche Begegnungen fortsetzen konnte.

Dazu kam ein persönliches, tiefes Verlangen im Innersten meines Herzens. Ich erkannte tief das Heil, das Gott mir gibt und das ich nun den anderen bringen möchte.

Mein Verlangen, die Botschaft Gottes zu den Menschen zu bringen und in meiner Berufung den Spuren Jesu zu folgen, entspricht der Sehnsucht des Freudenboten beim Propheten Jesaja im 52. Kapitel, Vers 7: „Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten, die den Frieden verkünden, die die Frohe Botschaft bringen, die das Heil ansagen und die zu Zion sprechen: Dein Gott ist König.“

Darum habe ich vor kurzem meine Ordensprofess abgelegt und erfahre nun, dass es eine wirkliche Freude bedeutet, einem Orden anzugehören. Ich fühle mich glücklich, weil ich meine Gelübde der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams öffentlich abgelegt habe. Als Mitglied der Gemeinschaft erfahre ich, dass diese mir ermöglicht, mich selber religiös, ja ganzheitlich zu entfalten. Mit der Hilfe und dem wohlwollenden Rat meiner Mitbrüder kann ich spirituell wachsen und reifen. Denn unsere internationale Gemeinschaft ist ein deutliches Zeichen der Einheit in der Kongregation.

Ich freue mich, später in anderen Ländern und Kulturen leben zu dürfen und bin offen von diesen Menschen zu lernen. Obwohl meine Erfahrungen als Missionar noch sehr, sehr begrenzt sind, bin ich sicher, dass dieses Leben mich bereichert.

Br. Quan (Vietnam)

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Bruder Quan (Vietnam)

Bruder Quan (Vietnam)