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Kein Mitleid - sondern Gerechtigkeit!

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Die Not vieler Menschen ist die Folge von Ungerechtigkeit.

Als Spiritaner engagieren wir uns für gerechtere Strukturen in der Welt.

Serie: Warum ich Spiritaner werden möchte? (Januar)

09.01.2016

Berufungsgeschichten unserer jungen Mitbrüder, die noch in der Ausbildung sind. Die Berufung von Florian Renaud aus Frankreich begann eigentlich schon mit seiner Firmvorbereitung. In dieser Zeit wurde für Ihn Jesus zu einem "Du".

Vom „Missionar auf Zeit“ zum „Missionar für immer“

Ich heiße Florian, bin 28 Jahre alt und komme aus Frankreich. Geboren bin ich in einer Familie, die zwar katholisch ist, ihren Glauben aber so gut wie gar nicht praktiziert. Sporadisch ging ich in die Kirche, vor allem zu den „Familienmessen“, aber meist waren die Sonntage mit Eishockeyspielen schon verplant.

Mit 17 Jahren meldete ich mich zur Firmvorbereitung an. In dieser Zeit wurde Jesus zu einem „Du“ für mich. Ich begann, jeden Tag in der Bibel zu lesen und regelmäßig in den Gottesdienst zu gehen. Zu meiner Firmung erhielt ich ein Geschenk vom Bischof mit diesen Worten: „ Öffne das Ohr Deines Herzen. Gott spricht zu Dir in der Stille Deines Herzens.“ Dieser Satz wurde zum Auslöser dafür, dass ich meine Bremsen losgelassen und mich auf den Weg gemacht habe.

Nach meinem ersten Studium im Fach Geschichte trat ich in das diözesane Priesterseminar ein, um mich auf das priesterliche Leben vorzubereiten. Danach bat ich darum, eine Erfahrung als „Missionar auf Zeit“ im Ausland machen zu dürfen. So habe ich in einer Spiritanergemeinschaft im Norden Madagaskars gelebt und als Französischlehrer für angehende Seminaristen gearbeitet. Ich war sofort begeistert von der Einfachheit und der Lebendigkeit, mit der die Spiritaner ihre Mission leben. Am Ende meines Einsatzes bin ich ins Diözesanseminar zurückgekehrt, um mit dem Theologiestudium weiterzumachen.

Aber einige Monate später stellte sich alles auf den Kopf. Vier Gedanken beschäftigten mich dabei ganz besonders: Der Ruf als Missionar «ad extra» in einer fremden Kultur zu leben; der Ruf zu einem Dienst an den Ärmsten der Armen, an Orten, die Papst Franziskus „die Ränder der Kirche“ nennt; der Ruf zu einem Leben in Gemeinschaft; und schließlich der Ruf zu einem einfachen Leben, um denen besser dienen zu können, die bei uns nicht viel zählen. Dies sind die vier Elemente, die mich dazu gebracht haben, Spiritaner zu werden, und die auch heute noch im Herzen meiner Berufung verankert sind.

Florian Renaud, CSSp

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Florian Renaud, CSSp

Florian Renaud, CSSp